Eschweiler zeigt sich „farbig vernetzt“ beim Stadtfest

Am Ende waren sie alle Sieger: sämtliche kleine Straßenmalkünstler, die Geschäftsleute und natürlich auch die vielen Besucher in der Eschweiler Innenstadt. Foto: Irmgard Röhseler

Eschweiler Wow, das war mal ein farbenprächtiger Blütenteppich, den die Indestadt zum Stadtfest ausgerollt hatte. Und darauf spielten sich eine Menge unterhaltsamer Aktionen ab.

  • Rappelvoll war es in der City und auch am Auerbachcenter, als die Geschäfte um 13 Uhr ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag öffneten. Der Einzelhandel präsentierte sich äußerst dekorativ in und vor den Läden und hieß die Besucher herzlich willkommen. Die Renew-Brass-Band von Fats Lumma marschierte durch die Stadt und versprühte mit ihrer „fatsigen“ Musik richtig gute Laune. In der Fußgängerzone hatten einige Schausteller ihre Buden aufgebaut, nostalgische und moderne Karussells drehten ihre Runden und in der Marienstraße präsentierte sich das RWE-Kinderland.

Auf dem Markt kümmerten sich einige Streetfoodtrucks mit herzhaften und süßen Leckereien wie Beef- und Fischburger, Wurstspezialitäten, Poffertjes, Crepes, Cocktails und vielem mehr um die Stadtfestbesucher. Dazu erklang von der kleinen Marktbühne stimmgewaltiger Afro-Pop, Reggae und Soulmusik von IFinton, Schlager, die Ella Leon, Erwin P., Kevin Andree und Peter Andree intonierten, sowie Westpop von der Band Paradies.

Fachkundige Unterstützung

Eine weitere Hauptattraktion des Frühlingsstadtfestes, das wieder unter dem Motto „farbig vernetzt“ stand war, dass Dutzende Kinder und Jugendliche an vielen Stellen der Innenstadt ihre Kreativität als Straßenmaler bewiesen. Mit fachkundiger Unterstützung der Künstlerin Gerda Zuleger-Mertens, setzten die Mädchen und Jungen mit bunter Kreide um, was ihnen zum vorgegebenen Thema „Freundschaft“ einfiel.

Was dabei herauskam, waren ideenreiche, hoffnungsfroh stimmende Szenen eines freundschaftlichen und friedlichen Miteinanders. An acht stellen in der Indestadt konnte man die Werke von zehn Gruppen bewundern. Neben freien Gruppen (Haus St. Josef und K7 - Street Art) waren dabei die Grundschulen Don Bosco, Eduard-Mörike, die OGS von Don Bosco, Eduard Mörike, EGS Stadtmitte, GGS Weisweiler, sowie die weiterführenden Schulen Bischöfliche Liebfrauenschule und Adam-Ries-Schule. Schade, dass sich nicht alle Schulen daran beteiligten.

Eine Jury (Bettina Thelen, Nadine Müllers, Stefan Kaever und Irmgard Röhseler) nahm alle Kunstwerke unter die Lupe und entschied am Ende, wer die schönsten Werke gemalt hatte. Bei den Grundschulen hatte die KGS Don Bosco die Nase vorn, Platz zwei ging an die KGS Eduard Mörike. In der Gruppe Offene Ganztagsschulen belegten Don Bosco und die OGS der Evangelischen Grundschule Stadtmitte beide die 1. Plätze, Platz zwei machte die OGS Eduard Mörike und Platz drei die OGS der Gemeinschaftsgrundschule Weisweiler. Bei den weiterführenden Schulen setzte sich die Bischöfliche Liebfrauenschule an die Spitze, Platz zwei ging an die Adam-Ries-Schule. Das Haus St. Josef ergatterte einen 1. Platz und auch die Einzelgruppe K7 - Street Art heimste Platz eins ein.

Tausende Besucher beim Stadtfest in Eschweiler. Foto: Irmgard Röhseler

Speerwerfen, Bogenschießen, leckeres Stockbrot und eine spannende Suche nach einer mysteriösen Schatzkiste boten am Wochenende die Mitglieder der Interessengemeinschaft Altertum „Kelten und Germanenstamm Sugambrer“ am Auerbachcenter. Wolfgang Böhm, der den Verein 1991 gründete, wusste zudem eine Menge über die Zeit des Volksstammes der Sugambrer (bis 1. Jahrhundert) zu berichten. „Geschichte war schon immer mein Hobby“, so Böhm, der, in ein keltisches Gewand gekleidet, gerne jede Frage der Besucher beantwortete und Zauber- und Taschenspielertricks aus der Antike zeigte.

Dazu stellten die Mitglieder des Essener Vereines übliche Alltagsgegenstände aus der Zeit der Kelten und Merowinger vor, darunter selbstgebaute Bögen und eigens geschmiedete Schwerter. Beim Bogenschießen und Speerwerfen konnten die Besucher dann selbst aktiv werden, während sich die kleinen Gäste auf eine spannende Suche nach einer Schatzkiste machten, die allerlei Süßes enthielt.

(irmi/tim)

Für die Überlassung des Berichtes danken wir ganz herzlich der Lokalredaktion der Eschweiler Nachrichten und der Eschweiler Zeitung.

Herzlichen Glückwunsch zu den tollen Kunstwerken.